Sicherheit und sichere Handhabung

Vier Grundregeln sie sind beim Hantieren mit Waffen immer einzuhalten:
•    Waffe immer als geladen betrachten!
•    Finger weg vom Abzug!
•    Lauf muss in eine sichere Richtung zeigen!
•    Selbst vom Ladezustand überzeugen!

  • Die Waffe muss immer entladen sein!
  • Der Verschluss hat offen zu sein, das Magazin aus der Waffe oder die Trommel ausgeschwenkt.
  • Die Waffe darf nur in Schussrichtung und an der Feuerlinie abgelegt werden, sie muss immer beaufsichtigt bleiben.
  • Geladen wird erst unmittelbar vor der Schussabgabe.
  • Auf keinen Fall mit der geladenen Waffe umdrehen!
  • Bei Ladehemmung, Versager etc. bleibt die Waffe in Richtung zum Ziel. Beim Versuch den Fehler zu beheben ist unbedingt die Zielrichtung beizuhalten! Ist die Reparatur nicht sofort möglich muss die Waffen Zielrichtung abgelegt und ein Fachmann zugezogen werden.
  • Beim Transport der Waffe innerhalb des Schießstandes hat dies ungeladen, mit offenem Verschluss und mit herausgenommenem Magazin zu erfolgen.
  • Die Laufmündung hat immer in eine sichere Richtung zu zeigen.
  • Der Finger ist bis unmittelbar zur Abgabe des Schusses immer außerhalb des Abzugbügels.
  • Gehörschutz und Schutzbrille sind, auch wenn nicht immer vorgeschrieben, im eigenen Interesse zu tragen!
  • Die ausgehängte Schießstandordnung ist immer zu befolgen!

Waffensicherheit und Transport

Erläuterung waffenrechtlicher Begriffsbestimmungen

Führen einer Jagdwaffe (§ 7 Waffengesetz 1996 - WaffG):

 

Eine Waffe führt, wer sie bei sich hat (§ 7 Abs. 1 WaffG). Eine Waffe hat jemand bei sich, der sie entweder am Körper tragend oder in einem solchen Naheverhältnis hat, dass sie jederzeit eingesetzt werden kann (Regierungsvorlage - RV 1996, 457 BlgNR, 20. GP).
Eine Waffe führt jedoch nicht, wer sie innerhalb von Wohn- oder Betriebsräumen oder eingefriedeten Liegenschaften (nicht Kraftfahrzeuge) mit Zustimmung des zu ihrer Benützung Berechtigten bei sich hat (§ 7 Abs. 2 WaffG) oder sie transportiert (siehe unten - Transport einer Waffe).

Was ist eigentlich ein „Waffenführerschein“, und wer braucht ihn?
Die zweite Waffengesetz-Durchführungsverordnung (kurz „2. WaffV“ genannt – BGBl. II Nr. 313/1998 vom 11. 9. 1998 – Weidwerk-Artikel im Oktober 1998) sieht in ihrem § 5 nähere Bestimmungen über den sachgemäßen Umgang mit Waffen vor. Prinzipiell gilt, dass sich die Behörde vor der Ausstellung einer waffenrechtlichen Urkunde (Waffenpass oder Waffenbesitzkarte) davon zu überzeugen hat, ob der Antragsteller mit Schusswaffen voraussichtlich sachgemäß umgehen wird. Dasselbe gilt anlässlich der routinemäßigen Überprüfung der Verlässlichkeit von WP- oder WBK-Inhabern gemäß § 25 Waffen-Gesetz, die längstens alle 5 Jahre erfolgen müsste. Dieser Nachweis „über den sachgemäßen Umgang mit Schusswaffen“ ist der Behörde so zu erbringen, dass sich die Behörde davon „überzeugen“ kann. Im zweiten Absatz des § 5 der 2. WaffV werden nähere Hinweise gegeben, was alles als „Nachweis“ in Frage kommt!

Kursanmeldung:   Schießlehrgang

Als solcher Nachweis (Beweismittel) kommen unter anderem in Betracht:

•    der ständige Gebrauch als Dienstwaffe, der durch die Vorlage des Dienstausweises von Berufssoldaten, Justiz-, Polizei- und Gendarmeriebeamten erbracht werden kann;
•    der ständige Gebrauch als Jagdwaffe, der von Jägern durch die Vorlage einer gültigen Jagdkarte erbracht werden kann;
•    der ständige Gebrauch als Sportwaffe, der von Sportschützen durch Nachweise über regelmäßige Teilnahme an Schießsportveranstaltungen (Ergebnislisten, Schießbuch, Trainingsbestätigungen ...) erbracht werden kann.

Büchse
Kugelgewehr mit einem oder mehreren gezogenen Läufen. Kategorie B (Selbstladebüchsen); Kategorie C (Repetierbüchsen, Kipplaufbüchsen)

Flinte
Schrotgewehr mit einem oder mehreren glatten Läufen. Kategorie A (Pumpgun); Kategorie B (Selbstladeflinte, Repetierflinte); Kategorie D (alle anderen ein- oder mehrläufigen Schrotgewehre)
Kombinierte Waffen (Kategorie C)
Jagdgewehre mit mehreren Schrot- und Büchsenläufen nebeneinander oder übereinander oder als Drilling angeordnet.

Selbstladebüchse (Kategorie B)
Eine Büchse deren Ladevorgang automatisch erfolgt. Das einmalige Betätigen des Abzuges löst einen Schuss aus. (Nicht zu verwechseln mit dem militärisch verwendeten vollautomatisch funktionierenden Waffen, die mit dem einmaligen Betätigen des Abzuges mehrere Schüsse abgeben!)